Life is Strange ★ Teenager Drama… oder mehr?

ravensplace  geschrieben von ravensplace am 22.09.2018

Aus dem Leben eines amerikanischen Teenagers von Dontnod Entertainment und Square Enix

Wir kennen das doch alle: wir sind jung und lassen uns so gut wie von niemanden etwas sagen: wir sind rebellisch! Wir wissen eh immer alles besser, als die Erwachsenen, die absolut keine Ahnung vom Leben mehr haben! Die ihre Probleme auf uns abwälzen und unseren Schmerz einfach nicht verstehen wollen?

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Max und ihr Leben

Max und ihr Leben

Ein 3D Story Adventure a la „Sophies Entscheidung“

Man könnte glaube, dass „Life is Strange“ bediene sich mit solchen Klischees der heutigen Jugend bzw. der jugendlichen Generationen: Depressionen, Mobbing, Verständnislosigkeit. Diese Dinge und noch mehr greifen tief in Maxine „Max“ Caulfields Leben, als diese zurück in ihren fiktiven Heimatort Arcadia Bay (Oregon) zieht, um dort ein Stipendium in der renommierten „Blackwell Academy“ anzutreten. Doch gleich zu Beginn wird klar: Dieses Spiel hält mehr bereit, als das übliche Teenager Drama. Gefangen in einem Tornado am Rande einer Klippe direkt neben dem Leuchtturm mit einer atemberaubenden Aussicht auf die kleine Stadt am Pazifik blicken wir und Max einer katastrophalen Zukunft entgegen. Woher kommt der Tornado? Wird er tatsächlich kommen oder ist das nur ein schrecklicher Tagtraum? Sind wir vielleicht sogar daran Schuld? Und wichtig: können wir es aufhalten?

Mit ziemlich heftigen Kopfschmerzen erwachen wir sodann in unserem Klassenraum, scheinen in Sicherheit zu sein. Dort prasselt das Leben an der Schule über uns herein, mit einer Wucht, wie sie es nur Hormone und schlechtes Urteilsvermögen vermögen können. Schüler, die gequält werden von anderen Schülern, sei es aus Spaß oder aus Langeweile. Manchmal, so scheint es, scheinen die Schüler, andere zu Quälen, um nur so sich vor ihren eigenen Schmerz verstecken zu können. Dazu noch vieles mehr: Stereotypen wie, die „coolen Kids“, Streber, Außenseiter, Hipster-Lehrer, einem Schulleiter, der dabei ist komplett die Kontrolle zu verlieren, sind nur einige der vielen Charaktere, die man trifft.

Und dann passiert es: Auf dem Klo, wo Max sich eigentlich nur kurz vor der Welt und den Menschen darin verstecken will, wird vor ihren Augen ein Mädchen von einem Jungen erschossen! Verzweifelt versucht sie den Jungen aufzuhalten und das Mädchen zu retten und löst so ihre Kräfte aus! Schwupp! Die Zeit dreht sich zurück und plötzlich sitzt Max wieder im Klassenraum, direkt nach ihrem Erwachen aus dem Albtraum. Wie ist das passiert? Wie hat sei das gemacht? Schnell merkt sie, dass sie tatsächlich die Fähigkeit hat, die Zeit zurückzudrehen und macht sich deswegen so schnell wie möglich auf den Weg zurück in die Toilette um das Mädchen zu retten. Nachdem ihr das gelungen ist, stellt sich kurz daraufhin heraus: Das Mädchen, welches sie gerettet hat ist ihre beste Freundin aus Kindheitstagen, Chloe Price!

Max & Chloe

Max & Chloe

Vergessene Freunde, Gemeinsame Wege

Wiedervereint, hilft Max ihrer Freundin Chloe dabei, Rachel Amber zu finden. Rachel, die quasi Max‘s Platz in Chloe‘s Leben eingenommen hat, nachdem Max, direkt nach dem Tod von Chloe‘s Vater William, weggezogen war, ist spurlos verschwunden. Niemand weiß, wo sie sein könnte und was mit ihr passiert ist. Hilfreich sind die neuen Superkräfte von Max auf jeden Falle bei diesem Unterfangen! Oder doch nicht?

Kompliziert? Tja, genau das ist es, das Leben eines Teenagers, es ist kompliziert. Die Geschichte von Max und Chloe ist aber dafür eine packende und nimmt einen mit auf eine emotionale Reise, die ihresgleichen sucht. Untermalt von einem großartigen Indie Soundtrack und einem graphischen Farbspektakel geht es auf und ab und ist verbunden mit sehr vielen Tränen. Es wird also dazu geraten eine Vorratspackung an Taschentüchern griffbereit in der Nähe zu haben! Das Spiel ist in insgesamt fünf Episoden unterteilt und gibt einen nicht festgelegten roten Faden vor. Man ist gezwungen im Verlauf Entscheidungen zu treffen, welche noch viel später Auswirkungen auf die Handlung haben können. Es bietet sich daher an, das Game, nach dem Durchspielen ruhig wieder zu beginnen, aber einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Geschichte sind die Fotos, die Max dank ihrer alten Polaroid Kamera schießen kann. Diese sind über die einzelnen Episoden hinweg verteilt und bewegen den Spieler dazu, seine Umgebung ruhig etwas genauer in Augenschein zu nehmen und so auf Dinge zu stoßen, die man eventuell verpasst hätte. Auch sollte man als Spieler die nötige Motivation für das Lesen haben, denn wie es sich für ein 18-jähriges Mädchen gehört, führt Max Tagebuch über die Geschehnisse und gibt somit auch mal einen anderen Blickwinkel auf eine Situation oder ähnliches. Das Artwork ist auch ein entscheidender Pfeiler, da man sofort merkt, mit wie viel Liebe und Begeisterung alles von den Machern konzipiert wurde.

Chloe im Rausch

Chloe im Rausch

Es ist also kein Wunder, dass dieses Spiel so viele Fans und Anhänger hat. Es geht um moderne Themen mit denen sich jeder auf die eine oder andere Art verbunden fühlt und mit den Figuren fühlen kann. Es bewegt auch einen zur Selbstreflektion, denn nicht immer scheinen die Motive der Figuren so einfach und klar zu sein. Vielmehr hat alles zwei oder mehrere Seiten und oftmals haben Handlungen tiefere Bedeutungen, als es auf den ersten Blick zu scheinen mag. Entscheide also selbst und ziehe deine eigenen Schlüsse und finde heraus: Was geschah mit Rachel Amber? Und was hat es mit dem Tornado auf sich?

Falls ihr nun Lust habt euch mit dem Thema auseinander zu setzen, dürft ihr gerne in mein Let’s Play von “Life is Strange” reinschauen!

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