Veröffentlicht von KlabauterMannLP am 29.08.2019

Frostpunk und This War Of Mine ★ Wie geht es weiter? Im Interview mit 11 bit studios

Rufus Kubica, Commuinity Manager bei 11 bit studios, stand uns auf der Gamescom Rede und Antwort.

Rufus_Kubica, Commuinity Manager bei 11 bit studios, stand uns auf der Gamescom Rede und Antwort.

Klabbi hat 11 bit studios auf der Gamescom besucht und sich mit Community Manager Rufus Kubica über die beiden Survival Spiele This War Of Mine und Frostpunk unterhalten. Außerdem haben wir  ein wenig über 11 bit sudios gesprochen – und über die Frage, ob ein so großes Unternehmen noch ein Indie-Studio ist.

Das Studio – Indie XXL?

Über den Entwickler 11 bit studios habe ich ja schon ein Portrait veröffentlicht. Mit mehr als 100 Mitarbeitern ist 11 bit studios eher ein Indie-Studio XXL. Bei den neueren Titeln arbeiten Teams aus Spanien und dem Iran am eigentlichen Spiel und 11 bit studios unterstützt als Publisher beim Vertrieb und Marketing.

“Ist das dann eigentlich noch ein Indie-Label?”, will ich von Rufus wissen? Er bejaht das eindeutig. Aus seiner Sicht ist “Indie” auch eine Frage der Herangehensweise und der Haltung: “Wir suchen auch rechts und links des Weges, gehen Risiken ein und probieren aus, ob Dinge funktionieren.”

Auch bei der Auswahl der Kooperationspartner achte 11 bit studios darauf, dass es menschlich passt. “Wenn wir in Verhandlungen sind zu einem super erfolgversprechenden Titel und die Chemie stimmt nicht, dann lassen wir es sein.” So kann es passieren, das als Bonus für das Erreichen von Verkaufs-Zielen in Kooperations-Verträgen dann keine fette Zloty-Summe steht, sondern das Versorgen des Marketing-Teams mit einer kulinarischen Spezialität aus der Region der Entwickler.

Frostpunk: Konsolen-Versionen stehen kurz vor Release

Ein Ding, das 11 bit studios probiert hat und das funktioniert hat, ist der City Builder im ewigen Eis. Für die Xbox One und PlayStation 4 kommen am 11. Oktober Konsolen-Versionen auf den Markt. Ich konnte die Konsolen -Version anspielen. Meinen ersten Eindruck teile ich hier: Frostpunk – die Konsolen-Version angespielt. Ein bisschen Atmosphäre gibt es in diesem Ankündigungs-Video:

Außerdem – ganz aktuell hat Frostpunk ein DLC-Paket bekommen. Du kannst es als Season-Pass jetzt schon mit 30% Rabatt bestellen. In dem Bundle sind dann auch Artbook und Soundtrack enthalten. Jede Erweiterung kannst du aber auch einzeln kaufen, wenn sie erscheint:

  • The Rifts (jetzt schon verfügbar): Eine weitere Maß für den Endlos-Modus, in der du ein neues Bauwerk errichten kannst: Brücken. Mit ihnen gelangst du in neue Areale der Map und an die dort verfügbaren Ressourcen und Bauplätze.
  • Last Autumn (für Q4.2019 geplant): Ein neues Szenario mit neuen Funktionen in der Spielmechanik und neuen Architektur-Elemente. Außerdem wird ein bisschen mehr zur Geschichte vor dem Original-Spiel erzählt und vielleicht das ein oder andere Geheimnis gelüftet, warum man bei einer Eiszeit gerade an den Nordpol flieht.
  • Project TVADGYCGJR (soll in 2020 erscheinen): Der Inhalt dieses DLC liegt noch komplett unter einer dicken Eisschicht verborgen.
  • Außerdem für alle kostenlos: Die Maps aus den bisherigen Szenarien sind jetzt auch als Spielorte für den Endlos-Modus verfügbar.

Ansonsten habe ich nur Gerüchte über die Weiterentwicklung des Spiels aufgeschnappt. Die Welt von Frostpunkt ist groß und einige Erzähl-Stränge sind noch völlig offen. Aber hier gibt es nichts Konkretes, was Rufus hätte bestätigen können, nur Ideen, die durchs Netz geistern. Trotzdem will ich zumindest die mit euch teilen:

  • Es könnte neue Gesetze geben, die weitere Herausforderungen mit sich bringen – aber auch neue Möglichkeiten eröffnen.
  • Der Generator könnte flexibler werden. Oder du musst dich zu Beginn für eine Sorte Generator entscheiden. Einer wird heißer. Der andere verströmt den Dampf und die Wärme besser in die Tiefen der Stadt…
  • Der Dreadnough, der in einem DLC auftauchte, weckt die Phantasien der Community, ob man nicht mit einer Gruppe Überlebender noch mal ganz anders auf Erkundungstour gehen könnte, durch die Weiten der Eiswelt. Quasi da hin fahren, wo die Ressourcen und die Geschichten sind, statt die ins stationäre Lager zu holen.
  • Auch die Frage nach einer Portierung für den Mac oder andere Konsolen steht noch im Raum. Bisher unbeantwortet.

This War Of Mine: noch mehr offene Fragen

Die Trilogie der Stories, die im Season-Pass enthalten war, ist jetzt mit Fading Embers abgeschlossen. Rufus verrät mir, dass ein großer Aufwand in die Anpassung des “alten” Spiel-Codes aus 2014 geflossen ist. Das war nötig, um nachträglich Spielmechaniken zu ergänzen, mit deren Hilfe die Entwickler die jeweilige Story besser erzählen konnten.

This War Of Mine: Was kommt nach den drei Stories?

Außerdem gibt es derzeit so viele Versionen, dass das Bugfixing extrem schwer ist. Wenn eine Fehler-Meldung aus der Community kommt, muss man erst mal nachfragen: Hast du nur das Haupt-Spiel? Oder auch The Little Ones? Und einzelne Story DLCs oder den kompletten Seasons Pass? Und dazu noch Steam Workshop-Erweiterungen laufen?

Wie geht es weiter? Diese Situation macht die Entscheidung, wie es weiter gehen soll nicht leicht. Der aus der Communty gewünschte Multyplayer-Modus wäre wohl sehr aufwändig. Lohnt sich der Aufwand für ein Spiel, das technisch und Grafisch schon “in die Jahre gekommen” ist?

Und Project 8?

Im April hat 11 bit studios den Arbeitstitel eines neuen eigenen Projekts verraten: “Project 8”. Da sei es für Details noch zu früh. Es wird aber wohl wieder eine Eigenentwicklung der Polnischen Entwickler werden. Im Gespräch klang es nicht so als ob hier schon bald etwas spruchreif wäre.

Die Arbeit am Project 8 ist vermutlich aber bereits in vollem Gange. 11 bit studios hat bisherige Titel nicht im Ealry Access entwickelt, sondern ist mit spielbaren Vollversionen an den Markt gegangen. Das lässt darauf schließen, dass Project 8 wieder ein Konzept “abesits der klassischen Pfade” sein könnte. Early Access hätte bei Frostpunk ja beispielsweise gar nicht funktionieren können. “Dann wäre es ein City Builder im Schnee gewesen – langweilig”, so Rufus. Den Reiz des Spiels bringen ja erst die vielen moralischen Entscheidungen mit sich. Und die waren erst am Ende ausbalanciert und spielbar.

Schlussendlich…

…bleiben viele Fragen offen. So ist das, wenn eine Messe nicht 100% zur Roadmap eines Entwickler-Studios passt. Aber ich bleibe für euch am Ball und werde Informationen, die ich künftig erfahre, weiterhin mit euch teilen.

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