Veröffentlicht von Tommy am 11.11.2019

Die neue Steam-Bibliothek erinnert an Netflix

Steam hat seine Spiele-Bibliothek überarbeitet und zahlreiche Neuerungen eingeführt. Die Startseite erinnert nun stark an den Aufbau der Streaming-Plattformen Netflix und Amazon Prime Video. Die neue Bibliothek ist bereits für die Nutzer verfügbar. Steam ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Gaming in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Von einfachsten Automaten bis hin zu Spiele- und Vertriebsplattformen.

Vorbild Netflix

Es war ein weiter Weg von den ersten Videospielen zur Online-Welt der heutigen Videogames. Was in den 70er Jahren mit Klassikern wie Pong oder Space Invaders begann, führte zu einer Entwicklung, an dessen Ende die Anbieter darum kämpfen, das Netflix für Games zu werden. Vor 40 Jahren erblickte Pac-Man das Licht der Spielwelt. Damals musste man noch in eine Halle gehen, um zu spielen. Heute kämpfen unzählige Games um die Aufmerksamkeit in einer rundum vernetzten Welt. Das Ziel der Unternehmen scheint klar. Videospiele wandern in die Cloud, wer als Erster ein Netflix für Games auf die Beine stellt, hat gewonnen. Der weltweite Erfolg der Streaming-Plattform Netflix und dessen Klon Amazon Prime Video hat zu einem Umdenken in der Gaming-Branche geführt. Zahlreiche große Player am Markt arbeiten daran, das Modell auch in ihrer Branche zu etablieren und so der Konkurrenz das Wasser abzugraben. Geht es nach diesen Plänen, dann sollten die Spieletitel endgültig ins Netz abwandern und dort den Usern gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung stehen. Der Kauf von Spielen erübrigt sich, die Kosten für die Spieler werden übersichtlich und sind leichter zu stemmen. Steam hat nun schon mal sein Design an das große Vorbild angepasst. Einige Monate hat es gedauert, aber jetzt ist es endlich soweit. Die Plattform hat den Betatest abgeschlossen und liefert das Update an seine User aus. Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor.

Das ist neu bei Steam

Auf den ersten Blick neu ist das Design der Startseite. Das Menü besteht aus horizontal in verschiedene Kategorien gegliederten Kacheln und erinnert damit an das große Vorbild aus der Streaming-Branche. Die erste Reihe zeigt die letzten News an, darunter finden sich Neuigkeiten von Steam und die letzten Spiele-Releases. Die Kategorie ist fixiert und lässt sich nicht bearbeiten. Ganz anders sieht es da schon in den Reihen darunter aus. Die Standardgliederung besteht aus den zuletzt gespielten Games, den Spielen der eigenen Kontakte und Freunde und der Gesamtübersicht über alle angebotenen Spiele inklusive der Hits wie The Universim. Diese Reihung lässt sich jetzt allerdings bearbeiten. Das bedeutet, man kann sie verschieben, löschen oder sogar neue anlegen. Die Spieleseiten selbst wurden ebenfalls überarbeitet. Die Bilder dominieren, die Texte rücken optisch in den Hintergrund. Gleichgeblieben ist die Auflistung auf der linken Seite der Bibliothek. Icons vor jedem Spiel und längere Zeilenabstände machen diese jetzt übersichtlicher. Links oben sind auch der Home-Button, die Suche und die Einstellungen zu finden. Diese lassen eine Reduktion der Animationen zu, das wirkt sich positiv auf die Performance der Rechner aus.

Für jedes Gerät die richtige Sammlung

Spieler können nun ihre Games sowohl in dynamische als auch statische Sammlungen organisieren. Dazu genügt es, sie einfach aus der Liste per Drag & Drop anzulegen. Dynamische Sammlungen passen sich aufgrund der Einstellungen automatisch an. Dort kann man die Tags und Genres festlegen und bestimmen, ob Spiele lokal installiert werden, bzw. über Streaming zur Verfügung stehen sollen. Das hat zur Folge, dass sich die Anzeige je nach Gerät ändert. Spielt man am Laptop, wird die dynamische Sammlung anders aussehen, als wenn man zu Hause am PC spielt. Selbstverständlich lassen sich die eigenen Games als neue Kategorie auch auf dem Startbildschirm anzeigen und sind ebenso in der Auflistung auf der linken Seite ersichtlich.

 

Die neue Steam Bibliothek erinnert an Netflix

Die neue Steam Bibliothek erinnert an Netflix

Alles bleibt besser

Steam hatte laut eigenen Angaben im Jahr 2018 bis zu 90 Millionen aktive Benutzer pro Monat, 47 Millionen davon waren täglich am Daddeln. Zu Spitzenzeiten spielen bis zu 18,5 Millionen User gleichzeitig. Zusammenfassend kann man sagen, dass Steam vor allem an der Optik gefeilt hat. Das Layout wirkt nun moderner und klarer. Zahlreiche Funktionen der Spiele-Bibliothek sind dort verblieben, wo sie auch schon vorher zu finden waren. Damit sollte es ein Leichtes sein, sich schnell an das neue Design zu gewöhnen und ohne eine große Umstellungsphase loszulegen.

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