Veröffentlicht von ravensplace am 13.01.2019

Alien: Isolation ★ Der Tod kommt leise

Ein Filmmonster für die Ewigkeit

Am 25. Mai 1979 hielt ein Film von Regisseur Ridley Scott Einzug in die Lichtspielhäuser, der Generationen von Menschen das Fürchten lehren sollte und ein Moviemonster, welches in die Albträume der Leute eindrang und bis heute einem Gänsehaut über den Rücken krabbeln lässt. Das Alien. Erschaffen vom Schweizer Künstler HR Giger. In dieser Horrorreihe begleiten wir in den ersten drei Filmen, der wohl knallhärtesten Hauptprotagonistin in der cineastischen Geschichte, Ellen Ripley, gespielt von Sigourney Weaver. Um nicht zu sehr zu spoilern, kann ich euch erzählen, dass Alien Isolation zeitlich zwischen dem ersten und zweiten Film einzureihen ist. In dem Game spielen wir nämlich Amanda Ripley, ihre Tochter, die auf der verzweifelten Suche nach ihrer Mutter ist.

Wo bist du?

Wo bist du?

Die große Chance und das böse Erwachen

Es ist das Jahr 2137, knapp 15 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Alien-Films um Ellen Ripley und dem verschwundenen Raumfrachter der Nostromo. Amanda Ripley, welche nun, wie ihre Mutter vor ihr, ebenfalls für die Firma Weyland Yutani Corporation arbeitet, bekommt von einem Androiden namens Samuels die Möglichkeit zur Sevastopol, einem Außenposten im Weltall zu fliegen, da dort der Flugschreiber der Nostromo aufgetaucht sei. Beseelt von dem unerschütterlichen Wunsch ihre Mutter zu finden, begleitet Amanda Samuels auf das Kurierschiff, die Torrens, zusammen mit einigen weiteren Mitarbeiter der Corp zur Sevastopol, um mehr über die Ereignisse der Vergangenheit herauszufinden.

Augen und Ohren offen halten!

Augen und Ohren offen halten!

Dort angekommen stellt sich jedoch schnell heraus, dass der Funkverkehr zur Station gestört und ein Andocken durch vielerlei Schäden auch nicht mehr möglich ist. Mittles eines Weltraumspazierganges versuchen Ripley und einige andere in das Innere der Station zu gelangen, doch diese werden getrennt und gerade noch so erreicht Amanda eine Luftschleuse und kann sich scheinbar in die trügerische Sicherheit der Station flüchten.

Ab hier beginnt der wahre Horror des Games. Verfolgt von Androiden, Menschen und einem blutrünstigen Xenomorphen, kämpfen wir uns durch die Sevastopol um mehr über den zerstörten Außenposten, Weyland Yutani, dem Alien und Ellen Ripleys Verschwinden zu erfahren. Was werden wir zusammen mit Amanda herausfinden und die wohl wichtigere Frage: werden wir es überleben oder werden wir auch ein Opfer des Monster aus den Tiefen des Weltraumes?

Verstecken!

Verstecken!

Nur schleichen, ducken, wegrennen oder doch ein Game mit Tiefgang?

Veröffentlicht am 7. Oktober 2014 musste Alien Isolation aus dem Hause Creative Assembly viel Kritik über sich ergehen lassen, aber auch viel Lob, wobei viele Aussagen sich vor allem mit der KI der Gegner, als auch mit der Geschichte rund um Amanda beschäftigten. Von vielen wurde bemängelt, dass der Spielspaß oft auch dadurch gehemmt wurde, dass der Spieler geradezu gezwungen wird sich in jeder sich bietenden Gelegenheit zu verstecken, da der Kampf mit den NPC‘s, besonders zu Beginn des Games, als unmöglich erschien und somit viel Wind aus den Segeln der Story nehmen würde. Man würde sich quasi nur noch in einem Spind einrichten, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Darüber hinaus soll sich die Geschichte an einigen Stellen einfach zu sehr strecken und auch die Schalterrätsel kommen einfach einmal zu oft vor. Die Gesichtsausdrücke der Protagonisten scheinen aus einer halb vergammelten Theaterkiste von einem uralten Dachboden zu stammen und auch die rar gesäten Speicherpunkte können besonders stark an den Nerven der Spielenden nagen.

Lautet also das Fazit, dass, nach den wohl größten Gurken der Gaming-Geschichte, nämlich Alien: Colonial Marines und seinem QuellCode Skandal oder Aliens vs Predator, Alien Isolation nun eine ebenso große Gurke ist? Und da lautet die Antwort glasklar: Nein! Denn mit der besonders intensive Atmosphäre, fängt das Game einen gleich ein. Die Schauplätze des Spieles beruhen nämlich auf den Grundlagen des ersten Alien Filmes, genauso lassen sich viele kleine Details aus dem Film im Spiel wiederfinden, wenn man nur etwas darauf achtet. Außerdem wurden die Soundeffekte auf Basis der Aufnahmen des Filmes von 1979 erstellt und auch die Musik entspricht den remasterten Originalen, es wird also Fanservicepur geboten. Denn der Retrolook und der 70er Jahre Charme aus den Originalfilmen wird hier in fast perfektionistischer Art und Weise grandios eingefangen.

Nutze Tools!

Nutze Tools!

Das simple Gameplay beruht auf schleichen, sich verstecken, Gegenstände herstellen und Waffen finden, aber selbst mit einem halbwegs gut ausgerüsteten Inventar, kann man davon ausgehen, dass das Alien und die Spieleumgebung ein echtes Arschloch zu einem sein kann. Man muss für sich selber entscheiden, ob das einen entmutigt oder gerade deswegen einen dazu anstachelt, neue Wege zu gehen und sich immer wieder neu auszuprobieren. Und wenn man das Hauptspiel und die Story abgeschlossen hat, gibt einem das Game immer noch die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad so einzustellen, dass die KI des Aliens sogar dazulernt und es sich so zur größten Arschkrampe der Gaminggeschichte überhaupt entwickelt und es schier unmöglich erscheint ihm zu entkommen. Auch werden einem verschiedene Missionen angeboten bei denen man aus unterschiedlichen Situationen dem Alien entwischen muss und für kleines Geld kann man sich noch mehrere diverse DLC‘s erwerben.

Alles geht vor die Hunde!

Alles geht vor die Hunde!

Im Nachhinein kann ich persönlich und als großer Fan der Alien-Saga zu diesem Spiel sagen, dass es das erste würdige Spiel innerhalb der Chronologie ist. Es macht einen vollkommen paranoid und man starrt quasi irgendwann nur noch auf seinen Bewegungsmelder, denn man ist sich absolut gewiss, das Mistvieh klebt an einem, wie ein besonders anhänglicher Boi. Auch die Geschichte ist absolut fesselnd und bildgewaltig. Die Sounds jagen einem einen Schauer nach dem anderen über die Haut und die Musik lässt einen sofort in diese Spielewelt eintauchen. Sicher zehrt es an den Nerven, wenn man zum hundertsten Male den Löffel abgegeben hat, aber es motiviert auch einen sich seinen eigenen Ängsten zu stellen. Ich empfehle euch daher Alien Isolation im Dunkeln und mit SurroundSound Kopfhörern zu zocken! Ein fröhliches Katz-und-Maus-Spiel euch allen!

Falls ihr nun Lust habt euch mit dem Thema auseinander zu setzen, dürft ihr gerne in mein Let’s Play von “Alien: Isolation” reinschauen!

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